(vas). Die Farbe bleibt Rot, aber der Aufdruck auf dem Wettkampftrikot von Steffen Baxheinrich wird ab 2018 ein anderer sein. Der Nachwuchsläufer des LV Oelde wechselt zum neuen Jahr zur LG Olympia Dortmund. Baxheinrich macht damit den nächsten großen Schritt in Richtung professionelles Lauftraining. „Mir geht es bei dem Wechsel vor allem um eine bessere Förderung und damit, mit der Mannschaft etwas erreichen zu können“, erklärte der 18-Jährige aus Lette. In diesem Jahr erzielte er mit dem vierten Platz über 1500 Meter bei den Deutschen Meisterschaften seinen größten Triumph. In der Deutschen Bestenliste 2017 liegt er über zehn Kilometer auf Rang fünf.
Im Alter von 11 Jahren sichtete Sportlehrerin Elke Schalkamp das Talent und überzeugte ihn, neben dem Fußball zum Lauftraining zu kommen. Danach trainierte Baxheinrich zunächst einmal die Woche, steigerte aber schnell die Umfänge und die Fußballkarriere wurde zur Nebensache. Die Aufnahme in das Stützpunkttraining in Münster erfolgte 2014. Hier trainierte Baxheinrich gemeinsam mit seinem Weggefährten Manuel Knepper zweimal im Monat zusätzlich zum Heimtraining in Oelde. Doch auch dort hatte er bald keine passenden Mitläufer mehr. „Im Herbst 2015 habe ich bei Pierre Ayadi in Dortmund angefragt, ob Steffen einmal pro Woche in Dortmund mittrainieren könnte“, erzählte Trainerin Elke Schalkamp vom LV Oelde. Die Trainingspläne wurden abgestimmt und bald reiste Baxheinrich zweimal die Woche nach Dortmund und die Aufnahme in den C-Kader des DLV folgte. Bundestrainer Ayadi begleitete ihn unter anderem regelmäßig zur Leistungsdiagnostik und Wettkämpfen im Ausland.
Seit Februar wohnt und lebt der 18-Jährige in Dortmund und besucht dort das Goethe-Gymnasium. Die Sportschule ermöglicht die Abstimmung der Stundenpläne, stellt bei Trainingslagern frei und bietet umfassende Unterstützungsmaßnahmen. Im Internat wohnt Baxheinrich mit vielen Trainingskollegen zusammen und kann bis zu zehn Einheiten pro Woche absolvieren. „Steffen hat sich gut eingelebt und die Verbesserung seiner Trainingsbedingungen macht sich im Wettkampf und den Trainingsleistungen bemerkbar. Er kommt auch menschlich sehr gut in der Gruppe an“, berichtete Ayadi. Der Wechsel zur LGO Dortmund ermöglicht ihm bei Meisterschaften mit starken Mannschaften zu starten. „Der Wechsel ist zwar für den LV Oelde ein großer Verlust, aber ich bin mir sicher, dass der Weg für Steffen richtig ist“, sagte Schalkamp.

Steffen BaxheinrichBye bye Steffen: (v.l.) bald ehemalige Heimtrainerin Elke Schalkamp, Steffen Baxheinrich und Bundestrainer Pierre Ayadi im Trainingslager in Italien in den letzten Herbstferien

(vas). Am Samstag fand in Bielefeld das Schülersportfest des VfB Fichte statt, bei dem neun Nachwuchsleichtathleten des LV Oelde teilnahmen und teilweise erste Wettkampfluft außerhalb des Kreises Beckum schnupperten. „Die Kinder haben ihr Bestes gegeben und konnten viele neue persönliche Bestleistungen aufstellen. Auch in neuen Disziplinen wie dem Kugelstoßen haben sie sich sehr gut behauptet“, berichteten die Trainerinnen Miriam Erdhütter und Annika Lohmann.
Vier Disziplinen in der W10 souverän für sich entscheiden konnte Nele Wippich. Im Weitsprung übersprang sie als Einzige die Vier-Meter-Marke mit 4,05 Metern und auch im 50-Meter-Lauf kam sie trotz eines Sturzes im Ziel mit einer Zeit von 8,23 Sekunden als Schnellste an. Ihren ersten Wettkampflauf über 50-Meter-Hürden meisterte sie mit einer Zeit von 9,76 Sekunden und dem Sieg gegen Läuferinnen aus Paderborn und Bielefeld mühelos. Auch mit der zwei Kilogramm schweren Kugel kam sie gut klar und gewann den Wettkampf mit 6,61 Metern. Zehn Zentimeter höher als die Konkurrenz in der W10 sprang Alina Hofmann im Hochsprung. Mit 1,20 Metern verbesserte sie ihre Bestleistung um mehrere Zentimeter. Auch im Weitsprung erreichte sie eine neue Bestmarke von 3,68 Metern und wurde Zweite hinter ihrer Vereinskollegin Nele Wippich. Über die 50 Meter und 50-Meter-Hürden wurde sie jeweils Dritte. Die ein Jahr ältere Eva Windthorst startete in der W11 und zeigte dort tolle Leistungen. Mit 7,33 Metern gewann sie im Kugelstoßen vor Vereinskollegin Charlotte Hille und auch über die 50-Meter-Hürden war sie mit 10,08 Sekunden nicht zu schlagen. Im Hochsprung kam sie das erste Mal über 1,30 Meter und landete auf dem zweiten Platz und auch im Sprint stellte sie eine neue persönliche Bestzeit auf. Charlotte Hille konnte ihre Bestmarken im Weitsprung und Sprint deutlich steigern und auch David Krieger und Henk Favero zeigten in diesen Disziplinen gute Leistungen.
In der Altersklasse U10 stand ein Dreikampf aus 50-Meter-Sprint, Weitsprung und Ballwurf auf dem Programm. In der M9 erreichte Lutz Motzki eine Gesamtpunktzahl von 904 Punkten und setzte sich so gegen fünfzehn Konkurrenten durch. Besonders seine Zeit im Sprint und die neue Bestweite von 3,88 Metern sicherten ihm den Sieg. Matthes Lauer und Frederike Hille sammelten wertvolle Wettkampferfahrungen und konnten ihre Trainingsleistungen bedeutend steigern.

Schülersportfest BielefeldErfolgreich in Bielefeld: (v.l. stehend) David Krieger, Alina Hofmann, Eva Windthorst, Matthes Lauer, Nele Wippich, Frederike Hille, Charlotte Hille. (v.l. liegend) Henk Favero und Lutz Motzki

GL: „Wie ist der Kampf um den Gesamtsieg beim Volksbank-Cup insgesamt aus deiner Sicht verlaufen?“

Philipp Kaldewei: „Insgesamt verlief es sehr gut. In Einen-Müssingen habe ich wahrscheinlich taktisch etwas falsch gelegen und musste Jonas ziehen lassen. Etwas mehr Geduld wäre da gut gewesen. Die anderen drei Läufe liefen genau nach Plan.“

GL: „Wie hast du dich speziell auf den finalen Wertungslauf in Everswinkel vorbereitet?“

Philipp Kaldewei: „Die letzten zehn Wochen habe ich mehr Tempotraining auf der Straße und im Stadion absolviert. Vor allem die Intervalle über 200 und 400 Meter haben mir die Sprintstärke gegeben.“

GL: „Wie schätzt du die Konkurrenz aus Ahlen ein und was ist deine Strategie, sie auch in Zukunft in Schach zu halten zu können?“

Philipp Kaldewei: „Jonas Barwinski  wird sich auf jeden Fall weiter steigern. Amanuel Desale sehe ich zudem als den Läufer im Kreis, den es für mich zu schlagen gilt. Ich persönlich werde weiterhin verstärkt kurze Intervalle laufen und das regelmäßige Bahntraining beibehalten.“

  Philipp KaldeweiPhilipp Kaldewei - strahlender sieger des Volksbank-Cups

(vas). Mit einer gezielten Tempoverschärfung machte Philipp Kaldewei (LV Oelde) seinen siebten Sieg im Volksbank-Cup am Samstag beim 16. Nikolauf in Everswinkel klar. Beim entscheidenden letzten Wertungslauf waren sein 16 Jahre jüngerer Konkurrent Jonas Barwinski (LG Ahlen) und Kaldewei lange gleichauf, doch mit der unerwarteten Tempoerhöhung rechnete der Ahlener nicht und Kaldewei zog davon. Mit einer Zeit von 34:16 Minuten gewann er den dritten Lauf und die Gesamtwertung. Barwinski wurde Zweiter in 34:35 Minuten. „Das sind zwölf Jahre Wettkampferfahrung!“, schmunzelte Kaldewei zufrieden nach dem Lauf.

Jonas Barwinski und Philpp KaldeweiDie Erfahrung hat gesiegt: Philipp Kaldewei (rechts) vor Jonas Barwinski

In Everswinkel nicht am Start, aber im Cup trotzdem Dritter und Sieger in der M50 wurde Christian Huster vom LV Oelde. Beim Nikolauf und in der Cup-Wertung Gesamtvierter und Erster in der M45 wurde Markus Schuler mit

(vas). Am Freitagabend fand die große Jubiläumsausgabe des Christkindllaufs in Wiedenbrück statt. Zum 25. Mal zog der Traditionslauf über zehn Kilometer Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland in den Bann, sodass zur Freude des ausrichtenden Vereins LG Burg Wiedenbrück sogar ein neuer Teilnehmerrekord von 1211 Läufern verzeichnet werden konnte. Die Online-Voranmeldung im Oktober war nach unglaublichen drei Minuten schon vorbei, weil alle Startplätze gebucht wurden. Auf den vier Runden des Laufs herrscht eine ganz besondere weihnachtliche Atmosphäre, da die Strecke um den Christkindlmarkt und durch die festlich beleuchtete Altstadt von Wiedenbrück führt. Kopf-an-Kopf mit den Topläufern war in diesem Jahr Amanuel Desale von der LG Ahlen, der im Gesamteinlauf mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 34:02 Minuten auf Platz sieben landete. Ebenfalls vorne mit dabei war Jannis Stefan (LV Oelde), der auch nach neuer persönlicher Bestzeit von 35:20 Minuten auf Platz 14 liegend im Ziel ankam. Schnellste Frau aus dem Kreis war Ines Günnewig (LV Oelde), die die zehn Kilometer in 43:09 Minuten absolvierte und Sechste der W40 wurde. Ulrike Wigger (LV Oelde) landete mit einer Zeit von 46:38 Minuten auf Platz vier der W35. Platz fünf in der W45 belegte Heike Neitemeier (LV Oelde-Fit für 2017). Weiterhin in den Altersklassen unter den ersten Zehn platziert waren Daniel Hellmann (38:21 Minuten), Lukas Knepper (38:28 Minuten) und Christoph Neugebauer (38:35 Minuten, alle LV Oelde) sowie Marvin Schmidt (39:19 Minuten) und Lucas Plagwitz (39:55 Minuten, beide SG Rote Erde Beckum).
Amanuel DesaleNeue Bestzeit in Wiedenbrück für Amanuel Desale (LG Ahlen)

(vas). Am Samstag fanden in Herten die Westfälischen Cross- und Waldlaufmeisterschaften statt. Durch die vielen Regenfälle der zuvorigen Tage war der Laufuntergrund ausgeweicht, was die Strecke zusätzlich erschwerte. Mit Strohballen wurden weitere Hindernisse zu der hügeligen Strecke hinzugefügt. „Genau das macht aber den Reiz von Crossläufen aus. Jeder muss mit den noch so widrigen Begebenheiten möglichst geschickt und taktisch klug umgehen“, berichtete Manfred Grünebaum (LV Oelde). Die Startfelder waren wie bei Meisterschaften üblich, sehr groß, sodass es teilweise schonmal eng werden konnte. Für die Erwachsenen standen abwechslungsreiche 5300 Meter auf dem Programm, inklusive zahlreicher Höhenmeter. Start und Ziel aller Starts befanden sich auf einer Aschebahn der Sportanlage, daraufhin ging es kurvig und hügelig durch das „Backumer Tal“, Waldgebiete, über Rasenflächen und eine Finnenbahn.
Als Schnellster aus dem Kreis wieder im Ziel war Peter Häßler (LV Oelde) nach 21:35 Minuten, womit er 12. in der M45 wurde. Es folgten seine Vereinskollegen Oliver Leonhardt (22:21) und Manfred Grünebaum (22:32), die den Grundstein für eine herausragende Teamwertung legten. Grünebaum belegte zudem Rang drei in der M60. Die M50/55-Mannschaft mit Leonhardt, Richard Grund und Bernhard Bittner wurde ebenso Vizewestfalenmeister wie die Mannschaft mit Grünebaum, Heinz Offers und Berni Erdmann in der M60-M90-Wertung (alle LV Oelde). Den zweiten Platz in der W55 konnte Irmgard Grote von der LG Oelde/Wadersloh mit einer Zeit von 31:23 Minuten erzielen. Schnell unterwegs war zudem Klemens Waldikowski (LGOW) mit einer Zeit von 23:53 Minuten.
Die Junioren der U23 absolvierten eine 4500 Meter lange Distanz. Hier waren Marc Boeckh und Tim Jemella (beide LG Oelde/Wadersloh) erfolgreich am Start. Boeckh erreichte das Ziel als Zehnter in 19:11 Minuten, Jemella folgte auf Rang elf in 21:01 Minuten.

(vas). Das Oelder Trio Steffen Baxheinrich, Jannis Stefan und Manuel Knepper (LV Oelde) ging am Samstag beim 27. Blumensaat-Lauf in Essen an den Start, um einen neuen Mannschaftskreisrekord über die 3x-Zehn-Kilometer aufzustellen. Bei optimalen Laufbedingungen mit Temperaturen um die acht Grad und kaum Wind schlugen sich die drei Nachwuchsläufer der U20 hervorragend. Den Grundstein für die neue Rekordzeit legte Baxheinrich, der die zehn Kilometer größtenteils im Alleingang laufen musste. Kontrolliert spulte er sein Tempo ab: „Es ging um die Mannschaftswertung, da wollte ich nichts riskieren!“, sagte der Oelder, der nur wenige Sekunden vom Einzelrekord entfernt ist. Mit 32:46 Minuten lieferte er eine Topzeit ab, landete in der Gesamtwertung auf Platz vier und gewann die U20. Platz zwei in dieser Altersklasse ging dann an seinen Mannschaftskollegen Jannis Stefan, der sich als Triathlet auch im Wasser und auf dem Rad wohlfühlt. Beim Einlaufen hatte er jedoch schon Blut im Schuh. „Ich habe die ganze Saison schon Probleme mit den Füßen und bin mir auch während des Rennens noch eine weitere Blutblase gelaufen“, berichtete Stefan. Trotz der Schmerzen lief er die Distanz routiniert und erreichte nach 35:27 Minuten das Ziel, womit er nur zwei Sekunden über seiner Bestzeit blieb. Seine persönliche Bestzeit verbessern konnte der Jüngste in der Mannschaft. Manuel Knepper kam nach 37:19 Minuten im Ziel an, war jedoch nicht vollends zufrieden. „Ich hätte gerne die 36 vorne stehen gehabt“, kritisierte er. Für einen neuen Kreisrekord reichte es trotzdem: die Gesamtzeit von 1:45:32 Stunde sichert den dreien den Eintrag in der U20 und übertrifft die Zeit der LG Ahlener Maschelski, Elischer und Elischer aus 2004 um fast vier Minuten.

KreisrekordNeuer Kreisrekord in Essen: (v.l.) Jannis Stefan, Steffen Baxheinrich und Manuel Knepper

Termine:

Jahresplan 2018 des Lauftreffs

Trainingsplan Jugend (Winter)

Halbmarathon- und Hermannslauftraining 2018


18. Februar 2018
Sportlerehrung der Schüler
Um 15 Uhr in der Aula der Overbergschule (Marienstraße 13) - Infos

09. März 2018
Um 20:00 im Bürgerhaus in Oelde Bernhard-Raestrup-Platz 10 - Infos

7.-12. August 2018
Fahrt zur Leichtathletik EM in Berlin - Infos