(vas). Noch einmal einen Wettkampf, noch einmal auf die Bahn, noch einmal gemeinsam. Sehr viel „noch einmal“ hörte man am Halloween-Samstag in Bielefeld. So durfte der TSVE Bielefeld kurz vor dem bereits angekündigten „Lockdown light“ noch das bereits vorher genehmigte Bahnmeeting durchführen. Der Oelder Laufnachwuchs war froh und glücklich über den Umstand, noch Startplätze ergattert zu haben, hatte aber bis 11 Uhr Sorge, ob die Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden würde. „Wir wollten im Herbst eigentlich einen Straßenlauf über fünf Kilometer, einen über zehn Kilometer und vor allem bei den Westfälischen Crossmeisterschaften starten. Diese Veranstaltungen wurden aber alle abgesagt“, erzählte Trainerin Elke Schalkamp.

Bahnmeeting BielefeldSpaß und Erfolg auf der Bahn in Bielefeld: (v.l.) Leonel Nhanombe, Nils Wickern, Lucas Schwab, Fynn Landwehrjohann und Moritz Schorr (alle LV Oelde)

(vas). Im Februar rief der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) gemeinsam mit Sponsor goldgas erneut eine große Gewinnaktion aus. Alle Vereine aus dem Verband waren dazu aufgerufen, kreative Fotos ihrer Trainingsgruppen einzureichen und neue Leichtathletikausrüstung zu gewinnen. Dazu gehören pro Gruppe 15 Trainingsanzüge und Rücksäcke. Die fünf kreativsten Trainingsgruppen werden außerdem mit einem Sonderpreis belohnt.

LaufjugendDie Kinder und Jugendlichen in ihren neuen Trainingsanzügen (links: Eberhard Vollmer und Elke Schalkamp; rechts: Hubert Funke)

(vas). Am Tag der deutschen Einheit fand einer der letzten Wurfwettbewerbe der Freiluftsaison in Porta Westfalica statt. Das traditionelle „Abwerfen“ des SC Nammen bot bestes Wetter und einen entspannten Wettkampf mit vielen verschiedenen Disziplinen. „Ab mittags schien die Sonne und wir sind trocken geblieben“, freute sich Miriam Erdhütter vom LV Oelde. Sie absolvierte vier Disziplinen und erzielte top Ergebnisse zum Ende der Saison. Im Diskuswerfen kam sie mit 29,85 Metern erneut nah an die 30 Meter heran. „Das sollte beim nächsten Mal drin sein!“, hofft sie. Den Hammer warf sie nach bereits sehr guten Leistungen beim Werfertag in Oelde erneut über die 32 Meter. Im Kugelstoßen erreichte sie 8,96 Meter. „Auch, wenn es nicht ganz neun Meter sind, bin ich trotzdem zufrieden. Kugelstoßen hatte ich überhaupt nicht trainiert.“ Spontan entschied sie sich am Wettkampftag noch dazu, beim Gewichtwerfen anzutreten. Das über neun Kilo schwere Wurfgerät landete bei 11,04 Metern und brachte ihr den vierten Altersklassensieg in der W35 ein.

Ihr Vereinskollege Thomas Antusch startete in Porta Westfalica mit dem Ziel, im Diskuswerfen über 30 Meter zu kommen. Mit seiner Weite von 30,39 Metern hat er dies souverän erreicht und wurde Sechster der M50. Bei seinem ersten Wettkampf im Hammerwerfen verpasste er anschließend mit 19,52 Metern nur knapp die 20-Meter-Marke und landete auf Platz zwei in der M50. „Wir sind sehr froh, dass es überhaupt noch Wettkämpfe gibt in diesem Jahr und hatten viel Spaß!“, resümierte das Werferduo.

(vas). Am Wochenende nahmen einige Nachwuchsleichtathleten vom LV Oelde am Hochsprungtag in Liesborn teil. Für Josephine Klinke war es der erste Freiluftwettkampf im Hochsprung überhaupt. „Ihre Leistungen waren wirklich herausragend und sie hat ihre Bestleistungen gut gesteigert“, erzählte Trainerin Marion Schramm. Im Hochsprung der W10 stieg sie erst in den Wettkampf ein, als die anderen ausgeschieden waren und ließ die Konkurrenz mit 1,27 Metern weit hinter sich. Auch im Weitsprung gelang ihr mit 3,75 Metern ein weiter Sprung, der sie aufs Treppchen beförderte. Vereinskollegin Yumnah Lohnherr erzielte eine persönliche Bestweite im Weitsprung mit 3,43 Metern und übersprang 1,10 Meter im Hochsprung. „Durch eine Verletzung am Fuß wurde sie etwas zurückgehalten“, erklärte die Trainerin. Lea-Sophie Rödel wurde im Hochsprung mit 1,10 Metern und im Weitsprung mit 3,61 Metern jeweils Zweite in der W11. Mit einem Doppelsieg beendete Mia Halupka ihren ersten Sprungwettkampf überhaupt. Sowohl im Weit- als auch im Hochsprung gewann sie in der W13. In der W12 mussten Annabell Braxein und Melina Tadick erstmals vom Brett abspringen und nicht mehr aus der Zone. „Da hatten sie noch nicht die Routine, mit dem Anlauf passend auf dem Brett zu landen“, resümierte Schramm. Mit 3,81 und 3,78 Metern können sich die Leistungen dennoch sehen lassen. Vereinskollege Malte Mersmann deutete ebenfalls sein Sprungpotenzial an. Im Hochsprung der M13 erzielte er 1,31 Meter, im Weitsprung 3,89 Meter. „Da ist in der nächsten Saison mit weiteren Steigerungen zu rechnen.“

Hochsprungtag Liesborn(v.l.) Malte Mersmann, Yumnah Lohnherr, Mia Halupka, Josefine Klinke, Lea-Sophie Rödel und Annabell Braxein beim Hochsprungtag in Liesborn

(vas). Auch beim Stabhochsprung, der seit sechs Jahren fester Teil des Werfertags ist, hatten sich viele Spezialisten angemeldet. Allen voran sorgte Alfred Achtelik (FC Nordkirchen), der bereits mehrfach in Oelde über vier Meter gesprungen war, für große Erwartungen. Nachdem er einen neuen Westfalenrekord aufgestellt hatte, wollte er sich in Oelde an die Spitze der Weltjahresbestenliste setzen und sogar den Weltrekord in der M60 angreifen. Dafür wären 4,17 Meter nötig gewesen – für Achtelik eigentlich nichts Neues. Doch am kalten und windigen Samstagnachmittag sollte es nicht sein: Nach erfolgreich übersprungenen 3,70 Metern scheiterte der erfahrene Stabhochspringer an 3,90 Metern. „Wenn es nur fünf Grad wärmer und weniger windig gewesen wäre …“ wünschte sich der M60-Athlet. „Beim Stabhochsprung muss eben alles zusammenpassen. Es wäre schön gewesen, sollte aber heute einfach nicht sein.“

Alfred AchtelikDer Weltrekord sollte es nicht sein: Alfred Achtelik (FC Nordkirchen) übersprang 3,70m

(vas). Im Diskuswerfen der Männer setzte der 22-jährige Jonas Burgmann (VfB Fichte Bielefeld) mit seinem einzigen gültigen Versuch eine richtige Marke. Die zwei Kilogramm schwere Scheibe flog 48,72 Meter weit, die beste Weite des Tages. Sogar über 50 Meter schaffte es Leon Schauerte (TSV Bigge-Olsberg) mit dem Speer. Der U20-Athlet meldete sich ausschließlich für seine Paradedisziplin an und erzielte bereits im zweiten Versuch eine neue Bestweite mit 52,47 Metern. Es folgten weitere Würfe jenseits der 50 Meter – so weit schafften es auch die Erwachsenen am Samstag nicht.

Leon Schauerte (TSV Bigge-Olsberg)Leon Schauerte (TSV Bigge-Olsberg) beherrschte mit Würfen über 50m den Speerwurf beim Oelder Werfertag

(vas). Reibungslose Organisation dank ausführlichem Hygienekonzept, knapp 70 zufriedene Athletinnen und Athleten und ein Orga-Team, das stolz darauf ist, in Zeiten von Corona einen Werfertag auf die Beine gestellt zu haben: Der 14. Oelder Werfertag mit Stabhochsprung konnte am Samstag dank des großen Engagements der Helfer erfolgreich durchgeführt werden. Das Oelder Jahnstadion war durch die fehlenden Zuschauer zwar etwas leerer als gewohnt, aber die Teilnehmer haben sich einfach gegenseitig angefeuert. Zum Ende der in diesem Jahr sehr besonderen Freiluftsaison kamen einige hochkarätige Athleten jeden Alters aus der Region und weit darüber hinaus in Oelde zusammen, um noch einmal ihre Trainingsleistungen im Wettkampf unter Beweis zu stellen.