Gleich zwei neue Trainerinnen bereichern künftig den Sportbetrieb der LV TriStars Oelde. Ines Günnewig und Judith Westemeier, beide selbst seit Jahren als Aktive im Triathlon erfolgreich, absolvierten nun die C-Trainerausbildung des Nordrhein-Westfälischen Triathlonverbandes. „Die Ausbildung war durchaus anspruchsvoll und komplex, hat aber viel Spaß gemacht“, resümmiert Westemeier.
Der Lehrgang startete im Herbst zunächst noch mit Präsenzveranstaltungen in der Sportschule Hachen, wo das Schwimm- und Radtraining in Theorie und Praxis im Mittelpunkt standen. Aufgrund des Lockdowns konnten die weiteren Lehreinheiten nur virtuell angeboten werden. So wurden die Inhalte der 3. Sportart im Triathlon, dem Laufen, ebenso digital angeboten wie Kenntnisse zur Trainingsplanung und -methodik. Auch die Abschlussprüfung fand schließlich online statt.
Nun freuen sich die zertifizierten Neu-Trainerinnen darauf, ihr Wissen bald bei den TriStars in die Praxis umsetzen zu können. Günnewig verspricht: „Wir haben viele Ideen für die Zukunft!“

Judith Westemeier Ins GünnewigJudith Westemeier (links) und Ines Günnewig machen den TrisSars zukünftig Beine!

Obwohl es im vergangenen Jahr bekanntermaßen kaum Startmöglichkeiten gab, nutzen unsere Athleten doch die wenigen Wettkämpfe, um ein Dutzend neue vereinsinterne Bestleistungen aufzustellen.
Bei den männlichen Athleten gab es zwei neue Rekorde – beide aufgestellt am 26.09.2020. Nils Wickern lief in Melle zum neuen U20 Rekord über 3000m in 9:22,69min. Läufer Andreas Sumkötter (M40) probierte das Diskuswerfen aus und erzielte 21,43m beim heimischen Werfertag.
Gleich zehn neue Rekordhalte konnten bei den Mädchen und Frauen in die Vereinsbestenliste eintragen werden. Den ersten Rekord des Jahres stellte Christiane Schmidtke (W55) auf. Im Rahmen der Hammer Serie lief sie den Halbmarathon in 1:53,40h.
Miriam Erdhütter (W35) besuchte im Herbst verschiedene Werfertage und konnte quasi wöchentlich neue Rekorde vermelden. Los ging es am 19.09. in Soest mit 26,33m im Speerwurf. Der Hammer flog am 26.09. in Oelde auf 32,85m. Weiter ging es am 03.10. in Porta, wo im Kugelstoßen 8,96m gemessen wurden. Und auch am 10.10. in Stadthagen gab es einen Rekord, als der Diskus auf 29,99m segelte.

(vas). Wie bereits seit Jahrzehnten würde eigentlich am 31. Dezember der traditionelle Silvesterlauf des LV Oelde mit gemütlichem, gemeinsamem Jahresausklang anstehen. In diesem Jahr wird er jedoch ausfallen müssen. „Eigentlich ist der Silvesterlauf keine offizielle Veranstaltung mit Zeitnahme und abgemessenen Strecken, es kommen aber jedes Jahr dutzende Läuferinnen und Läufer zusammen. Deshalb möchten wir den Lauf offiziell auch absagen, auch wenn es eigentlich für viele zum letzten Tag des Jahres mit dazugehört“, erklärte Vorstandsvorsitzender Joachim Kallenbach. Allein oder zu zweit mit einer Laufrunde das Jahr zu beenden, ist natürlich weiterhin erlaubt.

(vas). Noch einmal einen Wettkampf, noch einmal auf die Bahn, noch einmal gemeinsam. Sehr viel „noch einmal“ hörte man am Halloween-Samstag in Bielefeld. So durfte der TSVE Bielefeld kurz vor dem bereits angekündigten „Lockdown light“ noch das bereits vorher genehmigte Bahnmeeting durchführen. Der Oelder Laufnachwuchs war froh und glücklich über den Umstand, noch Startplätze ergattert zu haben, hatte aber bis 11 Uhr Sorge, ob die Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden würde. „Wir wollten im Herbst eigentlich einen Straßenlauf über fünf Kilometer, einen über zehn Kilometer und vor allem bei den Westfälischen Crossmeisterschaften starten. Diese Veranstaltungen wurden aber alle abgesagt“, erzählte Trainerin Elke Schalkamp.

Bahnmeeting BielefeldSpaß und Erfolg auf der Bahn in Bielefeld: (v.l.) Leonel Nhanombe, Nils Wickern, Lucas Schwab, Fynn Landwehrjohann und Moritz Schorr (alle LV Oelde)

(vas). Im Februar rief der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) gemeinsam mit Sponsor goldgas erneut eine große Gewinnaktion aus. Alle Vereine aus dem Verband waren dazu aufgerufen, kreative Fotos ihrer Trainingsgruppen einzureichen und neue Leichtathletikausrüstung zu gewinnen. Dazu gehören pro Gruppe 15 Trainingsanzüge und Rücksäcke. Die fünf kreativsten Trainingsgruppen werden außerdem mit einem Sonderpreis belohnt.

LaufjugendDie Kinder und Jugendlichen in ihren neuen Trainingsanzügen (links: Eberhard Vollmer und Elke Schalkamp; rechts: Hubert Funke)

(vas). Am Tag der deutschen Einheit fand einer der letzten Wurfwettbewerbe der Freiluftsaison in Porta Westfalica statt. Das traditionelle „Abwerfen“ des SC Nammen bot bestes Wetter und einen entspannten Wettkampf mit vielen verschiedenen Disziplinen. „Ab mittags schien die Sonne und wir sind trocken geblieben“, freute sich Miriam Erdhütter vom LV Oelde. Sie absolvierte vier Disziplinen und erzielte top Ergebnisse zum Ende der Saison. Im Diskuswerfen kam sie mit 29,85 Metern erneut nah an die 30 Meter heran. „Das sollte beim nächsten Mal drin sein!“, hofft sie. Den Hammer warf sie nach bereits sehr guten Leistungen beim Werfertag in Oelde erneut über die 32 Meter. Im Kugelstoßen erreichte sie 8,96 Meter. „Auch, wenn es nicht ganz neun Meter sind, bin ich trotzdem zufrieden. Kugelstoßen hatte ich überhaupt nicht trainiert.“ Spontan entschied sie sich am Wettkampftag noch dazu, beim Gewichtwerfen anzutreten. Das über neun Kilo schwere Wurfgerät landete bei 11,04 Metern und brachte ihr den vierten Altersklassensieg in der W35 ein.

Ihr Vereinskollege Thomas Antusch startete in Porta Westfalica mit dem Ziel, im Diskuswerfen über 30 Meter zu kommen. Mit seiner Weite von 30,39 Metern hat er dies souverän erreicht und wurde Sechster der M50. Bei seinem ersten Wettkampf im Hammerwerfen verpasste er anschließend mit 19,52 Metern nur knapp die 20-Meter-Marke und landete auf Platz zwei in der M50. „Wir sind sehr froh, dass es überhaupt noch Wettkämpfe gibt in diesem Jahr und hatten viel Spaß!“, resümierte das Werferduo.

(vas). Am Wochenende nahmen einige Nachwuchsleichtathleten vom LV Oelde am Hochsprungtag in Liesborn teil. Für Josephine Klinke war es der erste Freiluftwettkampf im Hochsprung überhaupt. „Ihre Leistungen waren wirklich herausragend und sie hat ihre Bestleistungen gut gesteigert“, erzählte Trainerin Marion Schramm. Im Hochsprung der W10 stieg sie erst in den Wettkampf ein, als die anderen ausgeschieden waren und ließ die Konkurrenz mit 1,27 Metern weit hinter sich. Auch im Weitsprung gelang ihr mit 3,75 Metern ein weiter Sprung, der sie aufs Treppchen beförderte. Vereinskollegin Yumnah Lohnherr erzielte eine persönliche Bestweite im Weitsprung mit 3,43 Metern und übersprang 1,10 Meter im Hochsprung. „Durch eine Verletzung am Fuß wurde sie etwas zurückgehalten“, erklärte die Trainerin. Lea-Sophie Rödel wurde im Hochsprung mit 1,10 Metern und im Weitsprung mit 3,61 Metern jeweils Zweite in der W11. Mit einem Doppelsieg beendete Mia Halupka ihren ersten Sprungwettkampf überhaupt. Sowohl im Weit- als auch im Hochsprung gewann sie in der W13. In der W12 mussten Annabell Braxein und Melina Tadick erstmals vom Brett abspringen und nicht mehr aus der Zone. „Da hatten sie noch nicht die Routine, mit dem Anlauf passend auf dem Brett zu landen“, resümierte Schramm. Mit 3,81 und 3,78 Metern können sich die Leistungen dennoch sehen lassen. Vereinskollege Malte Mersmann deutete ebenfalls sein Sprungpotenzial an. Im Hochsprung der M13 erzielte er 1,31 Meter, im Weitsprung 3,89 Meter. „Da ist in der nächsten Saison mit weiteren Steigerungen zu rechnen.“

Hochsprungtag Liesborn(v.l.) Malte Mersmann, Yumnah Lohnherr, Mia Halupka, Josefine Klinke, Lea-Sophie Rödel und Annabell Braxein beim Hochsprungtag in Liesborn