(vas). Sportveranstaltungen während der Coronazeit? Fehlanzeige! Ein Großteil der Sport-Events, gerade in der Leichtathletik, wurden aufgrund der Pandemie abgesagt. Zu groß waren die organisatorischen Hürden, der Aufwand, ein eigenes Hygienekonzept zu entwickeln und die Verantwortung, in dieser besonderen Zeit, viele Menschen zugleich in ein Stadion zu lassen. Trotz allem entschloss sich der Leichtathletikverein Oelde (LVO), am Samstag, 26. September, den 14. Oelder Werfertag mit Stabhochsprung im Jahnstadion auszurichten.

WerfertagAm 26. September fliegt auch die Kugel - hier im Vorjahr Lisa-Marie Schütte (LG Geseke)

(vas). Taktisch gut gelaufen, dennoch knapp am Finallauf vorbei – so lautet die Bilanz von Leonel Nhanombe vom LV Oelde bei seinem ersten Start bei Deutschen Jugendmeisterschaften. „Nach der Saisonvorbereitung und dem Verlauf des Rennens bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, sagte Nhanombe nach dem Rennen am Freitag in Heilbronn. Im zweiten Vorlauf über die 1500 Meter lief er die ersten zwei Runden taktisch klug an der Innenbahn und hielt sich immer auf Position vier. Die Läufer der Altersklasse U18 waren zu dem Zeitpunkt noch eng beieinander und der Lauf war gekennzeichnet von viel Gerangel und vielen Positionswechseln. „Als ich nach 300 Metern überholen wollte, um weiter das Tempo anzuziehen, war ich eingekesselt und konnte nicht direkt nachsetzen. Das hat etwas Zeit gekostet“, zeigt sich Nhanombe kritisch: „Tim Kalis neben mir wäre sogar fast zu Fall gekommen.“ Am Ende läuft er auf Rang sechs im Vorlauf in 4:14,42 Minuten. Leider reichte diese Zeit knapp nicht für die Teilnahme am Finallauf aus, da der erste Vorlauf etwas schneller war. „Leonel hat in der Mitte des Rennens kleine taktische Fehler gemacht. Daraus wird er aber lernen und es beim nächsten Mal besser machen“, mein der betreuende Trainer Christof Neuhaus von der LGO Dortmund. Die Heimtrainerin Elke Schalkamp und Leonels Trainingskollegen verfolgten das Rennen am Liveticker und im Livestream. „Leonel hat gut umgesetzt, was wir vorher besprochen hatten. Das Geschiebe und Geschubse kennt er noch nicht so, denn bei Deutschen Meisterschaften geht es da deutlich härter zur Sache. Wir haben das zwar im Training simuliert, aber in der Realität sieht das dann nochmal anders aus. Im nächsten Jahr hat er eine neue Chance auf das Finale“, sagt die Trainerin zufrieden. Den Titel des Deutschen Meisters holte sich am Samstag dann der Topfavorit Christoph Schrick aus Darmstadt mit einer Zeit von 4:14,56 Minuten. Für Leonel stehen an diesem Samstag nun die Westfälischen Jugendmeisterschaften in Hagen an, bei denen er über die 800 Meter an den Start gehen wird. „Da habe ich richtig Bock drauf“, freut er sich.

(vas). Vor einer Woche bekam er endlich die glückliche Nachricht: Er darf bei den Deutschen Jugendmeisterschaften starten! Leonel Nhanombe vom LV Oelde unterbot Anfang August die Normzeit von 4:13,80 Minuten und qualifizierte sich, über 1500 Meter gegen die besten Läufer der Altersklasse U18 aus ganz Deutschland zu laufen. Ob die Meisterschaften überhaupt stattfinden, war jedoch lange unklar. Zunächst wurden sie abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben, erst vor zwei Wochen kam dann die Entscheidung. Doch selbst zu dem Zeitpunkt blieb unklar, ob ein Start für den jungen Nachwuchsläufer aus Stromberg klappen würde, denn pro Disziplin bekommen in diesem Jahr nur 20 Athleten einen Startplatz. Nhanombe rangierte in den DLV-Bestenlisten mit seiner Zeit von 4:12,00 Minuten immer um Rang 25, wäre also trotz Normzeit knapp vorbei an der Teilnahme. „Ich habe alle Listen beobachtet und bemerkt, dass zahlreiche Läufer mehrere Normen erfüllt hatten. Wir haben dann gehofft, dass sich nicht alle für die 1500 Meter entscheiden und Leonel weiter nach oben rutschen wird“, erklärte Trainerin Elke Schalkamp. Umso größer war dann die Freude, als die finalen Teilnehmerlisten da waren und Leonel einen der begehrten Startplätze ergattern konnte: „Ich freue mich sehr! Nach dieser Saison, mit zweimaligem Lockdown, dem unregelmäßigen Training und den neuen Regelungen sind die Deutschen Meisterschaften ein tolles Highlight!“, sagte Nhanombe.

Leonel NhanombeEr darf zur Deutschen Meisterschaft: Leonal Nhanombe (vorn) starte über 1500m in Heilbronn

(vas). Zwei weitere Paukenschläge durch die Nachwuchsläufergarde des LV Oelde gab es in Melle. Zunächst lief die zehnjährige Leah Brinkhoff über 2000 Meter ein beherztes Rennen und bot mit einer Endzeit von 7:42,88 Minuten viel erfahreneren und älteren Läuferinnen deutlich Paroli. Leah hatte sich den Vereinsrekord, der bei 8:29 Minuten von Alina Thiel lag, vorgenommen und niemand hatte Zweifel daran, dass dieses Unternehmen gelingen würde. Dass es dann aber doch so deutlich werden würde, damit hätten die Trainerinnen nicht gerechnet. „Die erste Runde ist Leah viel zu schnell angegangen, sodass ich sie erstmal bremsen musste“, so Trainerin Sarah Schalkamp. „Da Leah sonst die 800 Meter läuft, fehlt noch das Tempogefühl, aber das Tempo ist da.“ Ebenfalls über die 2000 Meter erfolgreich waren Nele Wippich, Alina Hofmann und Tom Schumacher (alle LV Oelde).

LeahLeah Brinkhoff pulverisierte den Vereinsrekord von Alina Thiel über 2000m

(vas). Der Oelder Läufernachwuchs setzte beim Meeting in Borgholzhausen insbesondere in den Schülerklassen Akzente und zeigte, dass zukünftig mit ihnen zu rechnen ist. In gemischten Läufen war die Zusammensetzung interessant gesetzt, so dass sich die jungen Mädchen oftmals neben deutlich älteren Läufern und Läuferinnen und zu Teil auch neben Senioren an der Startlinie wiederfanden. Ohne Angst gingen die jungen Starterinnen Yumnah Lohnherr, Franka Feuersträter und Lou Diekemper, sowie Nachwuchsläufer Liam Morton (alle LV Oelde), in ihre Rennen und liefen zur Überraschung aller munter vorne mit. So purzelten am Ende nur so die Bestzeiten über die 800 Meter lange Distanz. Schnellste des Abends war Fanka Feuersträter, die in 2:40,05 Minuten das Ziel erreichte. Ihr folgte Yumnah Lohnherr in 2:43,23 Minuten und Lou Diekemper in 2:46,06 Minuten. Der zehnjährige Liam Morton beendete sein Rennen in 2:49,77 Minuten. Damit liegen alle in den DLV-Ranglisten aktuell unter den ersten zehn. Vereinskollege Tom Schumacher benötigte nach längerer Trainingspause 2:53,13 Minuten.

Yumnah LohnherrNeue Bestzeit für Yumnah Lohnherr in Borgholzhausen

(vas). Eine Woche nach der DM in Braunschweig fand am Samstag in Dortmund das „Jump'n'Run Meeting“ statt. Unter den 900 Teilnehmern befanden sich zahlreiche Spitzenathleten aus dem In- und Ausland, sodass der ausrichtende Verein LGO Dortmund ein organisatorisches Mammutprogramm auferlegt hatte. Die jüngsten Athleten starteten bereits morgens um 10 Uhr. Hier waren auch die Nachwuchsleichtathletinnen vom LV Oelde sehr erfolgreich. Insbesondere Alina Hofmann konnte bereits jetzt die Normzeit für die Westfälischen Schülermeisterschaften im kommenden Jahr abhaken und in hervorragenden 2:36,18 Minuten über die 800 Meter ihre Bestzeit um über zehn Sekunden toppen. Erstmals mit 2:39,27 Minuten unter der 2:40-Grenze lief die erst zehnjährige Leah Brinkhoff (LV Oelde), die damit ihre Altersklasse klar dominierte. Ebenfalls Bestzeit hieß es für Frank Feuersträter in 2:44,09 Minuten. Lou Diekemper hatte etwas Pech mit der Laufeinteilung und konnte sich nicht an anderen Mitläuferinnen orientieren, legte aber dennoch mit 2:52,35 Minuten eine tolle Zeit auf die Bahn. In der W14 zeigte sich Veronica Hennek mit 2:37,61 Minuten wieder in aufsteigender Form. „Veronica hat super trainiert und kann noch deutlich schneller laufen. Sie braucht noch ein oder zwei Rennen, um wieder Selbstvertrauen zu bekommen“, zeigte sich die betreuende Trainerin Sarah Schalkamp mit dem Abschneiden der jungen Läuferinnen sehr zufrieden.

Alina HofmannAlina Hofmann hat  bereits jetzt die Normzeit für die Westfälischen Schülermeisterschaften im kommenden Jahr geknackt

(vas). Sich für den guten Zweck einsetzen – das hört für die Läuferinnen und Läufer des LV Oelde auch in Zeiten von Corona nicht auf. Der diesjährige Münsterland-Sternlauf am 1. August, bei dem engagierte Läufer aus dem ganzen Münsterland von verschiedenen Startpunkten aus nach Münster laufen, war eigentlich abgesagt. Doch davon ließen sich viele Mitglieder des Leichtathletikvereins Oelde nicht aufhalten. Auf Initiative von Markus Walljasper kamen gut 25 TeilnehmerInnen zusammen, die mit Abstand von Liesborn nach Wadersloh und weiter nach Stromberg liefen. Ziel war der Marktplatz in Oelde. „Es war ein schönes Erlebnis, die Laufstrecke in der noch überschaubaren Gruppe gemeinsam zurückzulegen.“ Die Vereinskollegen Bettina und Sven Kalläne hatten in Unterstromberg sogar einen Verpflegungsstand eingerichtet, um die Sportler auf ihrem Weg mit Wasser und Obst zu versorgen. Statt Startgeldern bittet der ausrichtende Verein Läuferherz schon immer um Spenden an die Kinderkrebshilfe Münster. Der Oelder Jürgen Jendreizik setzt sich seit 2012 bereits dafür ein und kann nun auch in diesem Jahr eine großzügige Spende von mehr als 13.000 Euro überreichen. Und dazu tragen auch die LäuferInnen des LV Oelde zu bei: Durch ihren Einsatz kamen 800 Euro zusammen, die am Dienstagabend überreicht werden konnten.

Spendenübergabe Münsterland-SternlaufMit Abstand erfolgte die Spendenübergabe an den Verein Läuferherz

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Trainingsplan Leichtathletik Sommer 2020